Ein Seidenhändler in New York – Die Tagebücher des Emil Streuli
Buchverlag NZZ, Zürich 2010

New York 1858: Emil Streuli, Sohn eines Horgner Seidenfabrikanten, beginnt sein Volontariat im schicken Seidenstore Ashman’s unweit vom Broadway. Über mehr als zwei Jahre hinweg führt er Tagebuch über sein Leben in der dynamischsten Stadt Amerikas, über Flirts und Liebeskummer, Abende mit Revuen und Opernaufführungen, Politik und Wirtschaft. Der Neunzehnjährige berichtet über Alltägliches wie Kleidermode und Tischmanieren oder  zutiefst Erschütterndes wie die Meldung vom Tod seiner Mutter, die ihn von jenseits des Atlantik erreicht. Die bewegende und zugleich informative Geschichte dieser Lehrjahre basiert auf den 2000 Seiten seiner täglichen Notizen– ein kulturgeschichtliches Dokument aus dem Familienarchiv, das in der Primärliteratur der Schweizer Emigrationsgeschichte einzigartig dasteht.

Rund 70 zeitgenössische Illustrationen erwecken New York zum Leben, wie es sich vor 150 Jahren dem Reisenden präsentierte: eine faszinierende Zeitreise! Noch kennt die Stadt zwischen Hudson und East River keine Wolkenkratzer, aber die zukünftige Metropole zeichnet sich bereits im Hafengewimmel und im Verkehrsgewühl der Avenues ab.

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